Vorzeichen

Gerade eben haben wir uns durch die Tonarten gehangelt und dabei das Kreuz und das B als Zeichen kennengelernt, die die Tonhöhe einer Note beeinflussen. Das Kreuz erhöht und das B erniedrigt eine Note um einen halben Ton. Es gibt aber auch das Doppelkreuz und das Doppel-B, die bereits erhöhte oder erniedrigte Noten nochmals um einen halben Ton erhöhen bzw. erniedrigen. Insgesamt sind diese Noten dann um einen ganzen Ton versetzt.

Erforderlich werden diese Doppelversetzungen bei Tonarten mit 8 oder mehr Vorzeichen, die aber recht selten vorkommen, weil man sie üblicherweise enharmonisch verwechselt. So schreibt man beispielsweise statt Gis-Dur (8 Kreuz) As-Dur (4 B) und statt Fes-Dur (8 B) E-Dur (4 Kreuz). Wem das jetzt zu viel war, der lese bitte noch mal das Kapitel „Tonart“. Was uns jetzt noch fehlt, ist das Auflösungszeichen, mit dem man Versetzungen rückgängig machen kann.

Übersicht der Vorzeichen

Bisher haben wir diese Zeichen immer als Vorzeichen einer bestimmten Tonart interpretiert und sie an den Anfang einer Zeile gleich hinter den Notenschlüssel geschrieben, wo sie für die ganze Zeile gelten. So erhält jedes Lied seine Grundtonart. Es kommt jedoch häufig vor, dass in einem Lied auch Harmonien aus anderen Tonarten eingebaut sind, deren Noten dann im Verlauf mit Vorzeichen versorgt, oder deren Vorzeichen aufgelöst werden müssen. Das entsprechende Zeichen schreibt man im Notentext direkt vor die betroffene Note. Es gilt bis zum nächsten Taktstrich oder entsprechend länger, wenn die Note, für die es gilt, mittels Haltebogen über das Taktende hinaus verlängert wurde. Soll es schon vor dem Taktende seine Gültigkeit verlieren, muss es ausdrücklich widerrufen werden. Dies geschieht bei einem zusätzlichen Kreuz- oder B-Vorzeichen durch das Auflösungszeichen, bei einem aufgelösten Vorzeichen der Grundtonart durch Wiederholung des Tonart-Vorzeichens.

Klingt komplizierter, als es ist. Anhand der Beispiele wird es sicher schnell klar.

Im ersten Bespiel ist in jedem Takt die Note auf Schlag 2 versetzt.

Im zweiten Beispiel sind die Noten ab Schlag 2 bis zum Taktende versetzt.

Und im dritten Beispiel beginnt die Versetzung auf Schlag 3 und reicht durch den Haltebogen bis Schlag 1 des nächsten Taktes.


Intervalle

Ein Intervall ist in der Musik der Abstand zwischen zwei gleichzeitig oder nacheinander erklingenden Tönen, gemessen in Tonschritten. Bei letzteren ist die Reihenfolge der Töne ohne Bedeutung. Auch hier hilft uns wieder unser Klavier.

Die Oktave haben wir bereits kennengelernt. Sie reicht von der ersten bis zur achten Stufe einer Tonleiter (oder umgekehrt, siehe oben), in C-Dur also z.B. von c' bis c'‘, und hat einen Abstand von 6 Tönen. Auch die Quinte kennen wir schon. Sie reicht von c' bis g' (5. Stufe), was einem Abstand von 3 ½ Tönen entspricht. Die Namen der Intervalle leiten sich von den lateinischen Ordnungszahlen ab. Quintus ist der Fünfte und Oktavus der Achte. Damit haben wir auch schon die Namen und Größen der noch fehlenden Intervalle. Dies sind die Prime (Primus, der Erste), die Sekunde (Secundus, der Zweite), die Terz (Tertius, der Dritte), die Quarte (Quartus, der Vierte), die Sexte (Sextus, der Sechste) und die Septime (Septimus, der Siebte).

Jedem dieser Intervalle ist ein Partnerintervall zugeordnet, mit dem es sich zur Oktave ergänzt. Diese Partnerintervalle heißen auch Umkehr- oder Komplementärintervalle. Folgende Paare finden sich zusammen: Prime und Oktave, Sekunde und Septime, Terz und Sexte, Quinte und Quarte. Reihenfolge auch hier wieder umkehrbar. Wie kann man sich das merken? Ganz einfach: die Ordnungszahlen beider Intervalle ergeben in der Summe immer 9. Wieso 9, die Oktave ist doch nur der Achte? Ja, aber wir zählen jedes Mal den Grundton mit. Wenn wir also zwei Intervalle zusammenzählen, ist er zweimal dabei. Daher landen wir bei 9 und nicht bei 8.

Leider ist es dann doch nicht ganz so einfach. Schauen wir uns mal die Intervalle und ihre Umkehrungen auf dem Klavier an. Beginnen wir mit Prime und Oktave:

Zuerst die Prime:von c' bis c'Tonabstand 0
Umkehrung: Oktave:von c' bis c''Tonabstand 6
und jetzt andersrum:
Zuerst die Oktave:von c' bis c''Tonabstand 6
Umkehrung: Prime:von c'' bis c''Tonabstand 0

Oktave und Prime ergänzen sich also ohne Probleme. Was auch kein Wunder ist, denn die Prime hat ja den Tonabstand 0. Man bräuchte sie gar nicht, um die Oktave zur Oktave zu ergänzen. Wahrscheinlich wurde sie nur erfunden, damit die Oktave nicht ganz ohne Partner da steht. Aber machen wir jetzt mit der Sekunde weiter:

Zuerst die Sekunde:von c' bis d'Tonabstand 1
Umkehrung: Septime:von d' bis c''Tonabstand 5
und jetzt andersrum:
Zuerst die Septime:von c' bis h'Tonabstand 5½
Umkehrung: Sekunde:von h' bis c''Tonabstand ½

Jetzt müssen wir uns was einfallen lassen, denn Sekunde ist anscheinend nicht gleich Sekunde und Septime nicht gleich Septime. Ok, dann machen wir das so: Die Sekunde mit dem Tonabstand 1 nennen wir große Sekunde und die mit dem Tonabstand ½ kleine Sekunde. Ebenso wird die Septime mit dem Tonabstand 5 ½ zur großen Septime und die mit dem Tonabstand 5 zur kleinen Septime. Weiter geht es mit der Terz:

Zuerst die Terz:von c' bis e'Tonabstand 2
Umkehrung: Sexte:von e' bis c''Tonabstand 4
und jetzt andersrum:
Zuerst die Sexte:von c' bis a'Tonabstand 4½
Umkehrung: Terz:von a' bis c''Tonabstand 1½

Wir stellen fest, dass auch bei den Terzen und Sexten zwischen klein und groß unterschieden werden muss. Es fehlen noch Quarte und Quinte:

Zuerst die Quarte:von c' bis f'Tonabstand 2½
Umkehrung: Quinte:von f' bis c''Tonabstand 3 ½
und jetzt andersrum:
Zuerst die Quinte:von c' bis g'Tonabstand 3½
Umkehrung: Quarte:von g' bis c''Tonabstand 2½

Hier ist die Welt wieder in Ordnung. Bei Quarte und Quinte brauchen wir die Unterscheidung nicht. Ebenso bei Prime und Oktave. Diese Intervalle nennt man rein.

Auch die Namen der Intervalle, die größer sind, als eine Oktave, sind von den lateinischen Ordnungszahlen abgeleitet (z.B. None, Dezime, etc.). Sie begegnen uns im Chor aber eher selten.

Wichtiger, insbesondere für unsere Jazz-Nummern, sind die übermäßigen und verminderten Intervalle. Nehmen wir einmal das Intervall c-dis. Es ist größer als eine große Sekunde und klingt wie das Intervall c-es, wofür wir schon einen Namen haben: kleine Terz. Nur umspannt c-dis im Gegensatz zu c-es nur zwei Noten und darf daher keine kleine Terz sein, denn die muss drei Noten umspannen. Daher nennt man c-dis eine übermäßige Sekunde.

H-ces ist der umgekehrte Fall. Bei diesem Intervall erklingt aufgrund der enharmonischen Verwechslung zweimal der gleiche Ton. Dennoch ist h-ces keine Prime, sondern eine verminderte Sekunde.

Übermäßige und verminderte Varianten gibt es zu allen Intervallen, Die einen sind immer einen halben Ton größer als das reguläre Intervall und die anderen immer einen halben Ton kleiner. Und auch sie haben Partnerintervalle, mit denen sie sich zur Oktave ergänzen. Ist ein Intervall des Pärchens vermindert, so ist das andere übermäßig und umgekehrt. in unserem Beispiel ist das Gegenstück zur übermäßigen Sekunde die verminderte Septime.

Manchmal ist es recht schwer, insbesondere bei den größeren Intervallen, sie beim Singen sicher zu treffen. Oft hilft es, sich ein Lied zu suchen, das man gut im Ohr hat und das mit diesem Intervall beginnt. Mit diesem Liedanfang im Kopf singt man dann das schwere Intervall, und schon klappt es besser.

Tempo

Die Kombination aus Notenwerten, Takt und Tempo ergibt die Spielgeschwindigkeit. Nüchtern betrachtet ist das so. Insbesondere seit das um 1815 von Johann Nepomuk Mälzel erfundene Metronom in der Musik verwendet wird. Seitdem wird das Tempo oft am Anfang eines Stückes in Grundschlägen pro Minute angegeben, wobei der Wert des Grundschlages als Note dargestellt wird. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

(120 Viertel pro Minute)
(60 Halbe pro Minute)

In modernerer Schreibweise heißt es auch oft einfach 120 BPM (beats per minute) und man muss sich den Wert des Grundschlages aus der Taktangabe rauslesen.

Es gibt aber auch noch die alten Tempobezeichnungen in italienischer Sprache, die zwar für das Spieltempo nur ungefähre Anhaltswerte liefern, dafür aber schon viel über den Charakter des Stückes aussagen. Überhaupt ist italienisch die traditionelle Sprache in der Musik. Hier einige Beispiele für die Tempobezeichnungen von langsam bis schnell:

Largobreit
Lentolangsam, schleppend
Adagiogemächlich, ruhig
Andantegehend, schreitend
Moderatogemäßigt
Allegromunter
Vivacelebhaft
Prestoschnell

Häufig werden auch Zwischennuancen verwendet, so z.B. das Larghetto, das dann irgendwo zwischen Largo und Lento steht, oder das Andantino, das Allegretto oder das Prestissimo. Der Phantasie eines Komponisten sind da kaum Grenzen gesetzt, zumal es zu den Tempobezeichnungen noch ergänzende, genauso phantasievolle Zusätze gibt. Auch hier ein paar Beispiele:

amorosolieblich
cantabilegesanglich
espressivoausdrucksvoll
maestosomajestätisch
moltoviel, sehr
non tropponicht zu sehr
risolutoentschlossen
un pocoein wenig

Auch der letzte Analytiker wird wohl zugeben, dass eine Bezeichnung wie „Andante cantabile, espressivo ma non troppo“ mehr über ein Lied aussagt als einfach nur 60 BPM.


Tempoänderungen

Soll das Tempo innerhalb eines Liedes verändert werden, wir dies durch entsprechende Anweisungen im Notentext vermerkt. Hier die wichtigsten:

accelerando(accel.)allmählich schneller werdend
stringendo(string.)eilend, vorwärts drängend
più mossobewegter
meno mossoweniger bewegt
rallentando(rall.)zurückhaltend, breiter werdend
ritardando(rit.)allmählich langsamer werdend
ritenuto(riten.)plötzlich langsamer
rubatoTempovariation zur Ausdruckssteigerung
a tempowieder im Anfangstempo

Stringendo und rallentando beziehen sich meistens nur auf kurze Passagen oder Taktteile. Accelerando und ritardando können sich durchaus über mehrere Takte erstrecken und werden oft mit dem Zusatz poco a poco versehen

Dynamik

Ein sehr wesentliches Stilmittel des musikalischen Ausdrucks ist die Dynamik. Darunter versteht man zum einen die in einem Lied zu singende Lautstärke, zum anderen aber auch deren Veränderung und Akzentuierung.

Selten ist die Lautstärke über ein ganzes Lied hinweg gleichbleibend. Das gerade geltende Maß wird durch spezielle Zeichen unterhalb der Notenlinien angegeben:

piano pianissimosehr, sehr leise
pianissimosehr leise
pianoleise
mezzopianohalb leise
mezzofortehalb laut
fortelaut
fortissimosehr laut
forte fortissimosehr, sehr laut
Oft finden Lautstärkeänderungen allmählich statt. Hier die entsprechenden Zeichen:

crescendolauter werdend
decrescendo, diminuendoleiser werdend

Schließlich noch einige Zeichen für die abrupte Änderung der Lautstärke:

fortepianoerst kurz laut, dann sofort leise
forzandostark betont
sforzandosehr stark betont
rinforzandoanschwellend

Darüber hinaus hat ein Komponist auch bei der Dynamik wieder die Möglichkeit, seine Vorstellungen mit blumigen italienischen Vokabeln näher zu beschreiben. molto crescendo fordert z.B. ein besonders starkes Crescendo, più und meno bedeuten „mehr“ und „weniger“ und subito piano heißt „plötzlich leise“. Der Phantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt.

Wiederholungen, Sprünge

Wiederholungen und Sprünge geben der Musik Struktur. Ein Lied besteht eigentlich immer aus mehreren Bausteinen, die in bestimmter Reihenfolge aneinander gereiht, wiederholt, vertauscht und variiert werden und so im Verlauf des Liedes mehrmals zum „Einsatz“ kommen. Ein solcher Baustein besteht aus mehreren Takten, deren Anzahl meistens durch 8 teilbar ist.

Man könnte nun alles durchgängig in einem Zug aufschreiben, so wie es letztlich vorgetragen werden soll. Dann hätte man allerdings einen Berg Noten in der Hand, dessen Struktur sich erst beim Singen oder Spielen erschließt. Dies ist insbesondere beim Zusammenspiel im Chor oder Orchester unhandlich, und so hat man Wiederholungszeichen und Sprungmarken eingeführt, die ein Stück schon auf dem Papier in seine Bestandteile gliedern und beim Singen oder Spielen die erforderlichen „Navigationshinweise“ geben. Sie ersparen Musikern und Sängern auch viel Blätterei.

Hinzu kommt noch ein weiterer, nicht unwichtiger Aspekt: Bis gegen Ende des letzten Jahrhunderts konnten die Vorlagen für den Notendruck nur sehr aufwendig durch handwerklichen (und teuren) Kupferstich hergestellt werden. Eine brauchbare, industriell nutzbare Notenschreibmaschine gab es schlichtweg nicht. Notenstecher freuten sich daher über jedes Wiederholungszeichen, das ihnen Arbeit ersparte. Erst Ende der 1980er Jahre (!) zeichnete sich eine Wende in Form leistungsfähiger Computer und erster Notensatzprogramme ab. Beim Schott-Verlag wurde die letzte Kupferplatte 1995 gestochen.

Wenn in den folgenden Erläuterungen von „spielen“ die Rede ist, gilt das natürlich gleichermaßen für „singen“.


Einfache Wiederholungszeichen

Reihenfolge: A-B-C-B-C-D
Der Teil zwischen den Wiederholungszeichen wird zweimal gespielt, danach weiter.


Wiederholungszeichen mit Klammern

Reihenfolge: A-B-C-B-C‘-D
Beim ersten Durchgang wird die Klammer 1 gespielt. Sie endet immer am Wiederholungs-zeichen. Beim zweiten Durchgang wird die Klammer 1 übersprungen und gleich die Klammer 2 gespielt. Diese Konstruktion findet Verwendung, wenn der zu wiederholende Teil beim ersten Mal anders endet als beim zweiten Mal, oder wenn der folgende Teil mit einem Auftakt beginnt, der dann in der Klammer 2 steht.


Wiederholungszeichen mit mehr als zwei Klammern

Reihenfolge: A-B-C-B-C‘-B-C‘‘-D
Wiederholungen mit mehr als zwei Klammern kommen in der Praxis recht selten vor. Falls doch, so wird der erste Durchgang mit der ersten Klammer gespielt, der zweite mit der zweiten und so weiter.


Wiederholung durch Rücksprung

Wiederholungszeichen sind nicht verschachtelbar. Wiederholungen in der Wiederholung gibt es nicht. Soll nun eine Passage, die bereits Wiederholungszeichen enthält, in ihrer Gänze wiederholt werden, geschieht dies durch einen Rücksprung.

Es gibt zwei Arten von Rücksprüngen: „da Capo“ und „dal Segno“. Da Capo bedeutet „vom Anfang“ und wird in den Noten entweder als Hinweis ausgeschrieben oder mit D.C. abgekürzt. Dal Segno heißt „vom Zeichen an“, also nicht vom Anfang, sondern ab einem bestimmten Zeichen irgendwo weiter vorn, das man sich am besten mit Textmarker anmalt, damit man es leicht findet. Auch „dal Segno“ kann ausgeschrieben oder abgekürzt als D.S. in den Noten stehen. Es gibt keine festen Regeln, wie diese Zeichen auszusehen haben, diese beiden Vaianten sind die gebräuchlichsten:

Zeichen für den Rücksprung „dal Segno“

Rücksprünge stehen jedoch nie alleine da, sie haben immer eine Zielangabe, bis wohin nach dem Rücksprung gespielt werden soll. Dies kann zum einen der Texthinweis „Fine“ sein. Dann heißt es „da Capo al Fine“ oder „dal Segno al Fine.“ Das Wort „Fine“ steht irgendwo im weiteren Verlauf des Stücks und markiert vom Rücksprung kommend den Schluss. Auch hier helfen im Zweifel Textmarker. Kommt man jedoch bereits vor dem Rücksprung an „Fine“ vorbei, wird natürlich weitergespielt.

Die zweite Möglichkeit der Zielangabe ist der Vorwärtssprung in eine spezielle Schlussphrase, auch Coda genannt, in die nach dem Rücksprung von einer markierten Stelle aus hineingesprungen wird. Die Rücksprunganweisung heißt jetzt „da Capo al Coda“ oder „dal Segno al Coda“ und der Vorwärtssprung in die Coda hinein wird wieder durch ein spezielle Zeichen markiert. Dieses Zeichen heißt „Kopf“ oder „Laterne“ und ist wie „Fine“ nur nach vorangegangenem Rücksprung gültig.

„Kopf“ oder „Laterne“, Zeichen für den Vorwärtssprung

Doch damit nicht genug, Sprünge sind auch noch schachtelbar. Es kann also durchaus innere und äußere Sprunganweisungen geben und manchmal machen Notenschreiber sogar Gebrauch davon. Dann sollte es vor Inangriffnahme des Stückes eine ausführliche Durchsprache mit dem Dirigenten geben und die Textmarker, gern auch mehrfarbig, werden zum wichtigen Hilfsmittel.

Eine weitere Vereinbarung muss an dieser Stelle noch erwähnt werden: Nach einem Dal-Segno-Rücksprung werden alle Wiederholungszeichen berücksichtigt, nach einem Da-Capo-Rücksprung nicht. Bei Wiederholungen mit Klammern wird jetzt gleich in die Klammer 2 gesprungen. Abweichungen hiervon bedürfen eines ausdrücklichen Hinweises. In den Noten steht dann beispielsweise "da Capo al Fine con Repetitione", also „von vorne bis zur Schlussmarke mit Wiederholung“. Oder aber "dal Segno al Coda senza Repetitione", also „vom Zeichen bis zur Coda ohne Wiederholung“. Spätestens jetzt kommen dabei Abkürzungen ins Spiel wie „D.C. al Fine c. Rep.“ oder „D.S. al Coda s. Rep.“.

Es soll ja Spezialisten geben, die so was immer noch vom Blatt spielen können, das muss aber nicht sein. Man darf sich seine Noten gerne vorher ansehen, anmalen und … üben.

Im Folgenden nun einige Beispiele für Sprunganweisungen und deren Auswirkungen.


„Da Capo al Fine“ – Reihenfolge: A-B-B-C-D-E-A-B-C


„Da Capo al Coda“ – Reihenfolge: A-B-B-C-D-E-A-B-C-F-G


„Dal Segno al Fine“ – Reihenfolge: A-B-B-C-D-E-B-B-C


„Dal Segno al Coda“ – Reihenfolge: A-B-B-C-D-E-B-B-C-F-G

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